Leitlinien der AWMF

In der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) sind derzeit 152 wissenschaftliche Fachgesellschaften aus allen Bereichen der Medizin zusammengeschlossen. Die AWMF vertritt Deutschland im Council for International Organizations of Medical Sciences CIOMS.

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) wurde im November 1962 von damals 16 Gesellschaften auf Anregung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in Frankfurt/Main als nicht eingetragener, gemeinnütziger Verein gegründet, um gemeinsame Interessen besser gegenüber staatlichen Institutionen und Körperschaften der ärzlichen Selbstverwaltung vertreten zu können. Anlass war die Einführung der Facharztprüfung im Anschluß an die fachärztliche Weiterbildung.

Der Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen hat die AWMF in seinem Sondergutachten 1995 gebeten, die Entwicklung von »Standards«, Richtlinien, Leitlinien und Empfehlungen der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften voranzutreiben und zu koordinieren. Die Fachgesellschaften in der AWMF haben diese Aufgabe angenommen und begonnen, Leitlinien zu entwickeln.

Unter der Koordination von Dr. Assmus (zusammen mit Fr. Prof. Wüstner-Hofmann) und den Mitgliedern des NervClub Prof. Antoniadis, Prof. Bischoff, Dr. Hoffmann, Prof. Kretschmer, Prof. Mailänder, Prof. Martini, Prof. Schaller, Dr. Scheglmann, Prof. Schulte-Mattler, Prof. Sinis (sowie weiterer Experten diverser Fachgesellschaften) wurden die evidenzbasierten fachübergreifenden S3-Leitlinien »Diagnostik und Therapie des Karpaltunnelsyndroms«, »Diagnostik und Therapie des Kubitaltunnelsyndroms« und »Versorgung peripherer Nervenverletzungen« erstellt.

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